Sonntag, 7. Oktober 2007

ein ECHTES Restaurant gefunden

Heute wollten wir eigentlich in nen riesigen Freizeitpark mit riesigen Achterbahnen fahren... Aber nee, die (neu hinzugekommene) Superblondinen-Gang wollte SHOPPEN und der Superblondinenfaktor war wohl stärker als meine Argumentation, dass wir unbedingt in den Park müssen, weil der nur noch 2 Wochen auf hat. Die Mädels hatten wohl eindeutig bessere Argumente, also bin ich aus mangelnder Shopping-Laune daheim geblieben, habe bis mittags ausgeschlafen und anschließend einen lokalen Italiener aufgesucht. War schon ein ziemlich gepimpter Italiener, denn es hat explizit draußen draufgestanden, dass man ohne Schuhe nicht bedient wird usw. Nachdem dieses Kriterium für mich als Europäer weniger ein Problem darstellte, habe ich entsprechend der einheimischen Gepflogenheit das, scheinbar nur in den USA bekannte, orginal italienische Gericht "Pizza mit Pommes" bestellt. (Coole Kombination!) Ketchup gabs gratis, also als druff mit dem Zeug, was soll der Geiz ;-)


Anschließend hab ich draußen auf der Wiese bei sommerlichen Temperaturen diesen Krams hier geschrieben und versucht noch ein bischen was für die Uni zu lernen. Mosquitoquote: 100% Lernerfolg: 0%

American Football

Um die erfolgreiche Reihe "abchecken von american Sports" fortzusetzen, durfte American Football natürlich nicht fehlen. Also gings in ein lokales Footballstadium, so ganz nebenbei das größte Stadion in Nordamerika. Es war auch ganz gut besucht: 108.000 Zuschauer. Es spielten: Michigan gegen Michigan. (Könnte ein Lokalderby gewesen sein). Als professioneller Sportbeobachter war mir auch von vorneherein klar, dass Michigan gewinnen wird. Aber ich habe ohnehin für Michigan gewettet.

Da natürlich keiner bereit war, den vollen Ticketpreis von 60 Dollar zu bezahlen, mussten wir uns Rabatttickets besorgen, die man nur mit Michigan-University-Studentenausweis bekommen konnte (dann für 20 Dollar). War kein Problem. Wir haben uns mit Rob, dem College-Party-Owner verabredet, uns eine Kappe und eine Sonnenbrille aufgezogen und uns mit seinem Ausweis die Studententickets besorgt. Wenn die Sicherheitskontrollen für die Taliban ähnlich gehandhabt werden, dann gute Nacht Amerika :-) Demonstrationsfoto: Bild 1: Verdächtiger Stadionbesucher in total unauffälligem Outfit. Bild 2: Orginal Studentenausweis von einschlägigem Michigan University Studenten. Ähnlichkeit: KEINE. Erfolgsquote: 100%


Noch besser: die Items "Kappe", "Sonnenbrille" und "Studentenausweis" haben wir hinterher jedesmal durch den Zaun gegeben und so insgesamt 15 Leute eingeschleust!! (Allein die peinliche Kappen-Sonnenbrillenkombo hätte nach 10 Versuchen einfach auffallen MÜSSEN)

Achso: Das Spiel war total langweilg. Kaum waren 5 Sekunden gespielt lagen alle Spieler auf einem Haufen (vermutlich weil dort der Ball war?). Und das ganze ging wieder von vorne los. Irgendwann war das Spiel vorbei und wir haben uns alle bei 35 Grad im Schatten (den es garnicht gab) nen Sonnenbrand geholt

Positiv war: Die ganze Stadt war voll von Studenten: an jeder Ecke gabs ne Party und 100 Grillbuden und Saufspiele. Alle waren supergut gelaunt. Cool waren auch ein grüner Hippie, der uns überzeugen wollte ne Grüne Partei zu gründen und die Oma von Rob, die uns Sandwiches und Brownies geschenkt hat. Auch sind wir nach dem Spiel noch zu ner Studienkollegin von Rob zum Bier Trinken eingefallen.

Daheim haben wir dann noch gegrillt, sogar die Superblondinen, die der Jürgen von Bosch über das allseits beliebte Studivz angeschleppt hat, waren noch mit am Start:


Achso, Kneipentour in Ann Arbor war auch noch angesagt, hab ich aber keine Fotos von gemacht :-) Ich durfte im Porno-Bus mitfahren. So Porno wars dann aber nicht: ich musste auf dem Boden liegen, weil kein Sitzplatz mehr frei war ;-)

Baseball

Da wir hier weiterhin sommerliche Temperaturen von 35 Grad genießen, ließen wir es uns nicht nehmen unsere sportlichen Betätigungen fortzusetzen. Heute: Baseball. Vorkentnisse: Keine. Abschneiden: Mäßig. Spassfaktor: Hält sich in Grenzen. Prinzip: Man haut mit einem Basie volle kanne auf den herannahenden Ball. Foto:

Mehr gibts dazu auch nicht zu schreiben.

Anschließend haben wir unseren ersten Scheck bei der Bank eingelöst, und um den Ultraprollfaktor anzuheben (und weil das CheckingKonto hier eh keine Zinsen gibt) hab ich mir meinen ganzen Monatslohn bar auscashen lassen. Die Frau von der Bank hat ziemlich dämlich geschaut, aber egal, mein Grinsen war breit genug um das auszugleichen. Abends haben wir dann Lasagne gegessen und das ganze Geld versoffen. Zumindest fast. Es waren von den netto 1480 Dollar noch 1470 übrig.