Dienstag, 27. November 2007

Kartenspiel in Planung

Da das Praktikum in den USA langsam zu Ende geht (nichtmal mehr 4 Wochen verbleiben mir), muss ich langsam schon meine Abschiedsplanung einleiten. Da mir der Superblondinenbonus natürlich aus genetischen Gründen nicht gegeben ist, muss ich mir was anderes ausdenken, um (auch wenn ich weg bin) noch einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und eine Art "Weihnachtsgeschenk" für die German-Gang vorzubereiten. Was kann es dazu schöneres geben als ein KARTENSPIEL! Um kurz die Idee zu Umreisen: Ziel des Spiels ist es ein Praktikum in den USA zu absolvieren. Gewonnen hat der Spieler, der auf der Gepimptheitsskala am höchsten steht. Wie im echten Leben auch gibts Gepimptheitspunkte für dicke Autos, viele Gang-Mitglieder und tolle Parties. Auch ist das ganze natürlich nicht so einfach, man muss ausgeruht sein, genügend Geld haben Mädels dürfen natürlich auch nicht fehlen, sonst ists mit dem gepimptheitsgrad gleich ganz vorbei! Und gefeuert werden darf man natürlich auch nicht.... Ich habe derweil schonmal eine Demo-Spielkarte vorbereitet:


Nur so zur Erläuterung (weil selbst die Amis von ZF die Begriffe net so richtig verstanden haben):
Persuasibility: ist ein Wert von 1-6, der angibt, wie leicht jemand überredbar ist auf eine Party mitzukommen. Ein hoher Wert bedeutet, er ist leicht zu überreden.

Stress Factor: ist ein Wert von 0-2 der angibt, wie anstrengend die Person ist. Im Spiel gibt dieser Wert an, wie oft sich der "Gang-Leader" während der Praktikumswoche ausgeruht haben muss.

Irascibility: Gibt die Reizbarkeit (=Jähzorn) der Person an. (Wert von 0-4) Ein hoher Wert bedeutet, dass die Person leicht reizbar ist und die Gang schnell verlässt.

Reputation: Ist der gute Ruf bzw. das Ansehen der Person. Je höher der Wert, desto besser ist es die Person in seiner Gang zu haben. Um unnötige persönliche Wertungen bzw. Diskussionen zu vermeiden haben einfach ALLE Jungs einen fixen Wert von 1, alle Mädels einen fixen Wert von 5.

Die genaue Umsetzung der Spielregeln sind noch äh in Bearbeitung und müssen auch erst noch getestet werden ;-)

Las Vegas Truppe vom Flughafen abgeholt

Mann, boah ey! Hab vorhin die Young Mechanics und de Nick vom Flughafen abgeholt. Ihren Erzählungen nach zu urteilen haben Sie auf der bisher gültigen "Total-Trip-Score-Liste" eine 108,2% geholt! 50 Dollar Eintritt für die Clubs, dort aber Klos mit Parfüm, 200-Dollar-Alkohol-Pro-Abend-Pro-Person und (noch teurere) VIP-Bitches ohne Ende. Aber, weil sie dafür mehr Cash geburned haben, als ZF North American Operations in den letzten 5 Jahren, wird ab sofort eine vektorielle Skalentransformation vorgenommen: Wir (die Toronto Truppe) sind dann eben auf der (soeben neu eingführten) "Total-Trip-Score-Per-Dollar-Liste" weiterhin vorne. De Kumpel von den Young Mechanics hätte mal lieber der Stripperin nicht die Kreditkarte geben sollen, aber mit zwei Brüsten im Gesicht ist das Geld schneller weg, als man bis äh zwei zählen kann.

Sonntag, 25. November 2007

Heimfahrt von Toronto

Heute wars mal richtig warm in Toronto, nur noch 0° C. Nach einem NOCH besseren Frühstück als sonst wollten wir dann eigentlich direkt mal ins Museum uns einen Kulturschock verpassen. Das Museum of Science ist so toll, dass man dort angeblich unbedingt gewesen sein MUSS, wenn man nach Toronto geht. Weil uns so ein gelaber natürlich nicht interessiert, unsere kulturelle Kompetenz eh weit im negativen Bereich liegt und weil das Wetter so schön "warm" war, wurde das Museum vollständig gecancelt. Wir haben aber beim Anschauen der "Sight-Seeing-Karte" dann eine völlig unbeschriftete "Farm" entdeckt. Da dazu auch im Reiseführer nix drinstand, sind wir da einfach spontan mal hingefahren. Und siehe da: Keine Touristen, es war einfach nur eine simple Farm, aber mitten in Toronto. Unglaublich. Sie hatten einen Esel, Kühe, ein paar Hühner und ein Klo. Also haben wir erstmal ein Gruppenfoto gemacht:

Anschließend wollten wir noch ans Meer fahren, das direkt irgendwo auf dem Heimweg liegt. Nur wo so genau.... naja das wussten wir dann auch nicht wirklich, also sind wir ca. ne Stunde in Kanada durch die Pampa geeiert.... Wir waren also in Kanadas unendlichen Weiten... Wir waren dort, wo noch nie ein Tourist zuvor gewesen ist. Dort sind wir in eine lokale Örtlichkeit eingekehrt (kein McDonalds auf 25 Meilen in Sicht gewesen...), um mal zu Fragen, wo man hier denn schön zum Meer kommt. Die Wirtin war erstmal total überrascht (um nicht zu sagen geschockt), dass wir auf dem Heimweg von Toronto ausgerechnet HIER gelandet waren. (Wir müssen uns derb verfahren haben?). Sie hat uns aber direkt mal "Peter" vom (sehr wichtigen) Dart-Spielen hergeholt. Weil: er sprach fließend Deutsch, weil er Deutsche Eltern aus Hamburg hat. (links hinten im Bild).

Mann, wusste garnicht, dass das Kommunikationsprotokoll "Deutsch" so ein weit verbreiteter Standard ist... Dann hatten wir von ihm auf deutsch schliesslich den ultimativen Strand-Tipp bekommen und sind direkt ein paar Häuser weitergefahren. Dort gings den abgesperrten Strand hinunter. Eine seltsame Kombination: Schnee und Strand..... Liegestühle konnte man sich aber irgendwie keine ausleihen. Auch sonst gabs wenig Touristen, Badehosenträger und ähnliche Leute. Wir waren in totaler Einsamkeit... zu siebt versteht sich.

Irgendwann kamen wir auf die Idee sinnlose Symbole in den Schnee zu malen wie äh Themenwechsel (siehe Fotoalben). Da wir dann aber als Ausländer auch nicht mehr ganz so negativ auffallen wollten (wie sonst immer), sind wir dazu übergegangen die klassische und neutrale Bezeichnung "German Gang" als Inschrift auf einem Hügel zu verewigen (zumindest bis der Schnee schmilzt). Ein Gruppenfoto war garnicht so einfach, ich hatte mit dem Selbstauslöser nur 10 Sekunden Zeit auf den Berg zu den andern zu rennen und hatte vorher wohl einfach zuviele Chickenfingers gegessen.... Aber der Wille zählt ;-) (immerhin bin ich gut anhand der roten Mütze zu erkennen)

Die Inschrift "German Gang" ist hoffentlich genauso gut zu erkennen. Anschließend gings leider auch schon den Rest-Weg nach Hause. Als zusammenfassende Gesamtbewertung haben wir einen echt tollen Trip gehabt. Im direkten Benchmark gegen die Boschguys auf der Total-Trip-Score-Liste haben wir mit 92,8% eindeutig am besten abgeschnitten. Die Boschguys haben natürlich mit dem Superblondinenbonus ordentlich Punkte vorgelegt und sind bei 84,7% gelandet, aber in der Gesamtbewertung waren wir vor allendingen deshalb um Längen vorne, weil wir mit den lieben Ingrid Mädels und der Eva nicht nur quantitative Sieger waren (4 Mädels >> 2 Mädels), sondern auch so viiiieel besser dran waren. (Stichwort EvaEva-Navigationssystem, Mütze, Feuerwerk, gute Stimmung...). Alle waren deshalb sehr traurig, dass sie morgen nach New York weiterfliegen... Also haben wir nochmal brav gewunken und haben den Panik-Knopf am Sevenseater gesucht. Gabs aber diesmal keinen....

Toronto City

Schon wieder musste die Toronto Truppe früh aufbrechen. Es war Sight-Seeing-Tour ala 0815 Terrorist äh Tourist angesagt. Die ppm Rate von den Niagarafalls musste auch nochmal getoppt werden. Vorerst war aber erstmal wieder Tussi-Faktor-leveln angesagt: Labello und Handcreme. Chris schätzt mich gerade (zu unrecht) auf Stufe 8 ein, aber auch nur, weil es bei ihm keinen Punktabzug für "Ohne-Mütze-und-ohne-Handschuhe-Rumlaufen" gibt. Nach einem Frühstückchen gings dann auch direkt zum CN-Tower, dem tollsten und größten Fernsehturm der Welt.

War dafür auch garnichtmal so billig: 22,86 Kanadische Dollar Eintritt. und 9 Dollar extra, wenn man in die VIP Lounge ganz oben fahren will. Aber mit uns kann mans ja machen... Immerhin hab ich ne Cola reingeschmuggelt, die der coole Sprengstoffsensor nicht erkannt hat. Dort drin gabs dann erstmal eine Art Museum, wir sind aber sofort auf den Turm hochgefahren, um die Aussicht zu genießen. Trotz schlechtem Wetter war die Sicht ganz gut, der Philipp hat sich auch kaputt gelacht, wie klein doch von oben alles ist.

Nach 100 weitern Fotos gings dann ein Stockwerk tiefer auf den Glasboden, der schon ziemlich gruselig war. Nicht allen Torontotruppenmitgliedern war das ganz geheuer. Wir sind auch erstmal zu Dritt so fest es ging drauf rumgehüpft. Wir mussten testen, ob der Glasboden auch nach deutschem TÜV-Standard qualitativ hochwertig gebaut wurde. Test bestanden, sonst hätte ich das hier auch nicht mehr geschrieben glaub ich. Danach haben wir aber erstmal soviel Sport gemacht, dass ich mich erstmal drauf hingelegt hab.

Anschließend gings oben raus ins Freie. Ohne Mütze und ohne Handschuhe war das echte eine "Geisterfahrerüberholer"-Aktion, trotzdem hat es keinen Tussi-Level-Abzug gegeben. Unten gabs dann Corn-Flakes und Footbälle für umme. Irgendein Kommerzgedöns mit Werbegeschenken... Gleich mal 3 mitgenommen... Weils draußen dann so warm war (für manche) gings dann am Pier etwas spazieren und wir haben eine Schifffahrt zur Insel gemacht. Die harten Jungs haben draußen aufm Deck erstmal eine oder zwei geraucht, ich hab drinnen bei den Mädels Corny-Riegel und Milkyway geschnorrt. (Tussi-Faktor Stufe 7...) Auf der Insel haben wir noch nen deutschen Physikstudenten getroffen, den wir 2 Tage vorher schon im Riesenpub kennengelernt haben. Wie der Typ hieß.... kein Plan, aber hauptsache Deutsche getroffen, Mann! Auf der Insel haben wir den Typen gleich mal wieder als Gruppenfotograph angeheuert (für umme...). Wir haben von der Insel aus schöne Fotos von der Skyline von Toronto gemacht:


Nach der Rückfahrt haben wir uns dann mal aufgetrennt: Die Mädels sind shoppen gegangen, ich und Christian sind zum Eishockey: Die berühmte Hall of Fame in Toronto. (gab zwar keinen Tussi-Faktor-Minuspunkt für mich, nur einen Pluspunkt für Philipp, weil er bei den Mädels mitgegangen ist.) Jeder, der so ein kleines bißchen Eishockey spielen kann und konnte, ist da ausgestellt. Wir haben uns dann auch selbst mal im Eishockeyschießen auf die Leinwand geübt. Die Pros sind wir noch nicht, aber wenn wir noch bischen üben kommen wir auch noch in diese Hall of Fame. Fotos zum Ausstellen hab ich deshalb jetzt schonmal geschossen:

Die lieben Mädels haben dann auch an mich gedacht und mir ne super modische Mütze gekauft. Sie konnten einfach nicht mit ansehen, dass mir nochmal die Ohren abfallen. Damit ging dann auch die Lichtershow "Cavalcade of Lights", bei dem alle Toronto-Gebäude direkt direkt ohne weiteres "Martin-The-Red-Ear-Reindeer" getue angeschaut werden konnten.

Auch war die Mütze sowas von porno, dass wir damit direkt mal in die Kneipe zum Billiard spielen und danach in nen cranken Alternativeschuppen gegangen sind. Der Türsteher hat mich aber nur ohne Mütze reingelassen.... komisch...

Vorm Club und im Club hat der Chrissi natürlich wieder nur die Mädels geärgert.

Zum Glück haben Sies nicht immer gemerkt... Sonst wäre er auf der Minuspunkteskala schon längst an mir vorbeigezogen ;-) Hier muss man sich echt anstrengen, um als operativer Blödsinnskomissioner nicht den Rang abgelaufen zu bekommen....


Niagara Falls

Winter in Kanada. Minus -6 C°, gefühlte Temperatur -10 C°. Doch die Toronto Truppe hat sich nicht unterkriegen lassen. Früh morgens um 9:30... äääh, nein, ich war zu lange im Bad (somit bin ich vorläufig auf "Tussi-Faktor" 5 gelevelt), deshalb gings erst 9:40 zum Frühstück und dann aber schnell los zu den Niagarafällen. Den Weg dahin haben wir super gefunden, unser TomTom äh EvaEva war zwar ab und an offline (geschlafen), hat aber ansonsten super navigiert. Nach gefühlten 10 min waren wir deshalb schon da, jeder hat geschlafen (bis auf den Fahrer natürlich). Dort angekommen haben wir gleich erstmal planerfüllungstechnisch einen Wasserfall gesucht. Ich als alter Naturbursche habe ihn natürlich sofort erkannt und die Toronto Truppe sofort per Eilmeldung und Zeigefingersignal darüber informiert.

Anschließend wurde jeder halbwegs durchschnittliche Japaner von mir mit einer ppm-Rate ("pictures per minute" rate) von 8,3 locker in den Schatten gestellt. Für ein Gruppenfoto blieb auch noch Zeit. Dass die Eva total im Schatten ist und die Ingrid den Ellenbogen im Hals hat, war keine böse Absicht. ;-)

Anschließend gings unmittelbar unter die Niagarafälle zum "Behind the Falls", hat zwar 12 Dollar gekostet, dafür gabs aber coole gelbe Raumanzüge für umme, die uns vor anfallender lokaler Feuchtigkeit schützen sollten. Ich hab meinen natürlich behalten, so dass ich für das nächste Halloween nicht nur mein Skelettonkostüm anziehen kann. Auch wenn ich wegen zu harscher Praktikumsbedingunen in den Streik gehen muss, kann ich das Teil bei Regenwetter gut gebrauchen.

Da uns anschließend minimal kalt wurde, mussten wir ein kleines Mittagsprogramm einlegen: Wir sind in eine der schönsten Städte Nordamerikas gefahren, "Niagara-at-the-lakes", für eine romantische Pferdekutschenfahrt, die ich vorgeschlagen hatte, wars den anderen zu kalt ;-) (wenns nicht zu kalt gewesen wäre, hätte ich es natürlich auch nicht vorgeschlagen). Nach einem obligatorischen McDonalds Zwischenstop gings zurück zu den Niagarafalls, die waren ab 17:30 ultimativ schön beleuchtet, alles hat im Sternenlicht geglitzert und der Vollmond war auch total romantisch. (mein neustes Lieblingswort... "Tussi-Faktor" jetzt schon bei 6...).

Anschließend wollten wir dann noch das tolle Feuerwerk sehen. War garnicht mal so einfach die richtige Zeit rauszufinden, wann das losgehen soll... Nach 5 unabhängigen Stichproben von Random-Personen, die Ahnung haben sollten, (Kartenverkäufern, Souveniershoptanten...) bekamen wir jedesmal eine verschiedene Antwort. Der Median und der Durchschnitt waren zufällig bei 21 Uhr und es stellte sich hinterher heraus dass es auch wirklich um 21 Uhr losgehen soll. Also haben wir uns nachts (bei weiteren Minusgraden) noch die schon weihnachtlich und ziemlich kitschig hergerichtete Stadt angeschaut. Und natürlich nochmal ne Weile die supertollen, beleuchteten Niagarafalls (und die ppm-rate von 8,3 aufrecht erhalten)

Anschließend sollte es ja zum Feuerwerk gehen. Trotz der sich einstellenden Soft-Egg-Tendenzen sowie der Verbreitung allgemeinen Unmuts "uns ist kalt, uns ist langweilig, wir sind müde", haben wir das Prinzip "Mehrheiten sind was für Politiker" eingeführt und sind noch ins Starbucks, ins HardRockCafé und ins Sheraton Hotel zum Aufwärmen gegangen. Dafür gabs am Ende doch das Feuerwerk und es hat sich am Ende doch noch gelohnt (hoffentlich nicht nur für mich): Es wurde ordentlich in die Luft geballert, man wusste garnicht, ob der "Rauch" nun vom Feuerwerk oder vom Wasserfall kam. Und für umme wars auch ;-)
Die "lieben Ingrid-Mädels" verdienen ihren Namen zurecht, die Eva ist auch lieb, obwohl sie gemeint hat, dass ich wie 19 ausseh. *g PS: Auf dem Bild siehts echt so aus, aber das muss einfach an meiner ausgewogenen Ernährung, meinem durchgeplanten Sportprogram und dem ernsten Lebensstil liegen:

Toronto Erster Tag


Thanksgiving in den USA...? Von wegen. Wir sind ab nach Toronto (Canada) in unserem nagelneuen Siebensitzerauto, das ich in harten Verhandlungen mit Enterprise erkämpft hatte. Wir? Das waren die "Ingrid Mädels", die "Chris-Gang" und ich. (For further details, cf. Orgachart). Alles war schon ziemlich winterlich, über Nacht hatte es geschneit und wir mussten uns warm anziehen. Philipp hat das Prinzip "Winter" aber noch nicht verstanden und ist lieber im T-Shirt angerückt. Entweder vor Freude oder Kälte (oder beidem) ist er erstmal im Kreis, dann im Dreieck gesprungen.

(Der hat mal kein Plan davon, das der Fahrtwind nochmal extra kühlt....). Einige Stunden später sind wir auch in Toronto angekommen, weil ich die Jugendherrberge ausgesucht hab, sind wir natürlich direkt mal im verruchten Rotlichtviertel gelandet, das Hostel hat aber gleich zwei Vorteile auf einmal: Man muss nicht so weit laufen. Zur Ubahn (nicht zum Rotlichviertel) mein ich... Und es war das billigste Hostel in ganz Toronto: 18 Dollar pro Übernachtung inkl. Internet und Frühstück und eigenem Badezimmer. Aus kulturellen Gründen konnten wir uns folgende Show leider nicht anschauen:

Wir sind ja nicht nach Kanda gefahren, um european Lap Dance anzuschauen... Wir sind dafür lieber bei gefühlten -20 Grad und gefühlten 12 Stunden in der Kälte rumgeschlappt. Jeder hatte zum Glück ne Mütze dabei...naja fast jeder.... Ich vertrat eher das Motto "kühlen Kopf bewahren!" und hatte am Ende so richtig rote Ohren. Sogar den Mädels (die diesmal in der Überzahl waren) haben die unglaubliche Auffassung vertreten "Die Frisur ist mir jetzt egal, ich zieh jetzt die Mütze auf". Und selbst ich hab irgendwann eingesehen: "Wir fahrn jetzt mit der U-Bahn, egal was es kostet!" Immerhin haben wir uns zum warmwerden ein kollektives Rumhüpfen geleistet:

Schliesslich sind wir in der ultimativen Kneipe gelandet. Nein, nicht irgendeiner Kneipe, es war scheinbar die größte Kneipe der Welt. Es gab Platz für ca. 500 Leute, es gab ca. 37 Fernseher, 18 Billiardtische und 3 (!) volle Stockwerke. Die brauchen ein echt gutes internes Controlling mit Kostenstellen, sonst ist der Laden nie zu überblicken!

Wen haben wir dort natürlich getroffen? Germans ohne Ende... Obwohl die Bierpreise ziemlich hoch waren. So jetzt sind wir aber erstmal heimgefahren und müssen jetzt schlafen, weil morgen gibts die Niagarafälle.