Samstag, 20. Oktober 2007

Bowlen


Die Fortsetzung der Serie "Auschecken von American Sports" wurde am Freitag mit Bowling fortgesetzt. Ok, so amerikanisch ist das ganze natürlich nicht mehr, gibts bei uns schliesslich auch zu genüge. Wir haben aber den Vorteil, dass wir 200 m neben unserem Wohnviertel direkt schon eine schöne Bowlingbahn haben. Aber wir sind ja in Amerika, Spritt sparen ist nicht, deshalb sind wir trotzdem mit dem Porno-Bus hingefahren. Ansonsten ist alles genauso wie bei uns, außer dass die Cola hier auch für umsonst ist. (Wer hat da noch nen Grund Bier zu trinken...). Anlass für Bowling war immer noch Evas Geburtstag. Sie kam dabei so ganz unscheinbar rüber: "Ich weiß nicht wo hier ne Bowlingbahn ist" und jeder dachte zuerst das bedeutet "Ich hab eigentlich noch garnie bowling gespielt", dem war aber weit gefehlt: Die erste Runde hat sie direkt mal nur knapp gegen Jens (unserem Ultraprobowler) verloren (140 Pins, gegen 131). Ich war mit 103 Pins immerhin Platz 3, aber weit abgeschlagen...

Nick und die Boschler sind derweil heute schon früher nach Hause. Als ich dann heimgekommen bin hatte Nick versucht die Tür zum Waschraum aufzubekommen. War aber unmöglich, weil der Schleudergang hat die Waschmaschine unmittelbar vor die Tür geruckelt, so dass diese nur noch einen Spalt aufging. Zurückschieben ging nicht, a) weil die Tür nicht aufging, b) weil die Waschmaschine zwischen Tür und Trocker verkantet war. Auch Versuche durch weiteres Einstellen der Waschmaschine diese durch den Schleudergang in die alte Position zurückzubewegen sind fehlgeschlagen. Also hat er nach 3 Waschgängen die Klamotten mit dem äh Besenstiel durch den kleinen Türspalt aus der Maschine gefischt. Morgen werden wir jetzt wohl den Hausmeister brauchen... :-) (Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen)

Freitag, 19. Oktober 2007

Neues Auto


Heute waren wir erst um neun auf der Arbeit. Grund war dass wir nach der Dämitsch-Aktion unser neues Auto abholen sollten. Wir haben uns richtig drauf gefreut, endlich mal was gepimptes zu bekommen, aber leider wollte uns der Auto-Typ erstmal ein Smart-Ähnliches Ding (siehe oben im Bild), das sogar bei deutschen Ökofritzen extremst lowe reputation genießt, andrehen. Als Nick sich beschwert hatte, dass man damit nichtmal einen Koffer transportieren kann, wollte er uns erst anbeiten für mehr Geld ein teureres Auto zu nehmen. Angbelich ist gerade kein anderes in unserer Preisklasse da. Das war natürlich induskutabel, weil wir ohnehin schon genug bezahlen müssen. Als wir dann als ZF-Großabnehmer damit gedroht haben, nächste Woche wieder zu kommen und solange mit dem kaputten rumfahren, ist er auf unseren Deal eingegangen und hat uns einen Ford Focus gegeben. Ist zwar auch nicht gerade ultimativ gepimpt, geht aber gerade so. Zufrieden sind wir dann zur Arbeit gefahren.


Dort wars spannend wie immer: Meine "mit dem Gummiband-rumschießen"-Skills sind mittlerweile auf Stufe 10 gelevelt: Den ZF-Zeppelin treff ich mittlerweile blind. (Siehe Video) Ach so... gearbeitet hab ich natürlich auch was: Ich war mit dem Oberboss im Meeting und habe meine Arbeit der letzten 2 Wochen präsentiert. Inhalt: GEHEIM ;-) Aber interessant ists schon, wenn man am PCMillionenbeträge hin und her schiebt. Das hat was von Command&Conquer am Computer: Sieht total harmlos aus :-) Noch sind aber wegen meiner Zahlen noch keine Köpfe gerollt... PS: FREITAG BIS 19:30 Uhr im BÜRO...

Arbeitsalltag

Da aus Deutschland von verschiedener Stelle die Vermutung geäußert wurde, ich würde hier nur feiern, muss ich jetzt zum Abschluss aber auch mal wieder was vom Praktikum schreiben: Leider dazu erstmal vorweg ein Zitat von Tobi S.: "Ich habe abends (wenn ich heimkomme) immer ein schlechtes Gewissen, weil ich soviel Spass auf der Arbeit habe". Bei mir ist das natürlich anders, ich habe kein schlechtes Gewissen und trotzdem Spass auf der Arbeit. Meine Augaben sind sehr komplex: Ich habe heute produktivst 8 Stunden lang das laufende Rechnungswesen controllen dürfen. Konkret heißt das: Schecks in Umschläge verpacken und schauen, ob der Betrag und die Adresse stimmt. Klingt zwar spannend, ist es aber nicht. Aber bei ZF ist wohl niemand (außer mir) so hoch qualifiziert, deshalb darf ich das als ehrenvolle Aufgabe machen. Habe mir dafür in der Zwischenzeit etwas VBA Programmieren beigebracht, weil ich für die Bearbeitung von sinnlosen Excel-Sheets wesentlich weniger Zeit benötige, als die mir zur Verfügung stellen. Insgesamt frage ich täglich nach neuer Arbeit, es kommt aber recht spärlich... Deshalb wurde Ersatzbeschäftigung gesucht: Für eine ausgedehnte Gummiband-Schlacht war auch noch Zeit. Tobi S. hat sich sicherheitshalber eine Schutzbrille besorgt.

Wieder mal Geburtstagsparty


Heute war schon wieder ein Geburtstag angesagt. Aber nicht mehr der vom Phillip, (der mit einem L, dafür aber 2 Ps geschrieben wird), sondern der von der neuen ZF-Praktikantin Eva K. aus Karlsruhe. Vom ersten Eindruck her attraktiv und intelligent, muss wohl an der Fächerkombination "Wirschaftsingenieur" liegen... Da ich wohl nicht der einzigste war, der dies erkannt hat, ist nach einiger Zeit die komplette German-Gang nach und nach eingetrudelt. Diesmal gabs leider keine Pizza, sondern nur Chips und Gummibärchen. (Ich hätte doch mit in dieses "Bedienungen-in-Unterwäsche" Restaurant mitgehen sollen, verdammt!....)

Und um Mitternacht gabs dann natürlich den Geburtstagskuchen, der etwa 2000 Kalorien pro Kubikmilimeter hatte. Eigentlich hätte es den ja schon früher geben müssen, da Deutschland 6 Stunden voraus ist, und man in DEUTSCHLAND um Mitternacht gefeiert hätte.....aber auf mich hat mal wieder keiner gehört und in den USA werden Minderheitenmeinungen (wie meine) selten berücksichtigt... :-)

Mehr kann ich jetzt leider nicht schreiben, morgen wird wieder ein äh stressiger Arbeitstag...

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Eishockey


Mist, hab ganz vergessen was zum Eishockeyspiel von letzter Woche Mittwoch zu posten, dies sei hiermit nachgeholt: In unserer Serie "auschecken von American Sports", Folge 5 stand Eishockey auf dem Programm. Wir hatten mit Allan Currie, dem Tax-Departmentscheff die Vereinbarung getroffen, dass wir ihn aufs Spiel einladen (61 Dollar), wenn er uns die Getränke ausgibt. Ein gutes Geschäft für uns, wie sich nachher herausstellte. Er hat uns vorher in der Kneipe sogar noch das essen bezahlt. Achso: Gespielt haben die Detroit Redwings. Gegen wen hab ich äh vergessen, sorry :-) Ist aber egal. Detroit hat auf jeden Fall gewonnen. Insgesamt ist das Spiel her sehr spannend: Dauernd action und es wird nicht dauernd das Spiel unterbrochen. Auch kloppen sich die Leute zwischendrin mal so richtig um den Ball und es gibt öfters mal ne Strafzeit mit Powerplay. Die Zuschauer sind auch voll Ok, nicht so prollig, wie die Deutschen Fans, die Gummihühnchen aufs Feld schmeißen, den Schiri beschimpfen und auch sonst nur laut rumgrölen.

Weils unter der Woche war, waren wir auch wieder rechtzeitig um 1 im Bett :-)

Dämätsch

Zack, so schnell kann man ne Beule ins Auto fahren. (Aka "Dämitsch" in Landessprache) Montag früh, 7 Uhr, assi übermüdet nach dem Chicagotrip zur Arbeit gefahren.... Beim Ausparken den Pfosten an der Seite mitgenommen... Pfosten hat gewonnen. Jetzt kriegen wir hoffentlich aber endlich ein gescheites Auto. (Beschweren hatte schließlich nix geholfen). Schaden zahlt zum Glück ZF. (Mit solchen Nassbirnen-Praktikanten wie mir gehn die so bestimmt bald pleite! Zum Glück gibts den Cash-Pool mit Deutschland) ;-))

Blue Man Show

Sonntag in Chigao war etwas lower angegangen: Vom vielen Laufen und dem äh sehr gemütlichen Sesselbett ging nicht mehr viel mit schlappen: Wir sind wieder mit dem Zug in die Innenstadt gefahren, die meisten von der German-Gang sind ins Aquarium Fische angucken (Gähn...), Michael ist in irgendein Museum (Gääääähn), ich hab mich dazu entschlossen mit auf die "Blue Man Group" Show zu gehen: Das sind so 3 Hanseln, die sich blau angemalt haben und dann mit allen möglichen seltsamen Instrumenten aus Abwasserröhren mit echt coolen UV-Licht- und Farbeffekten ne ziemlich beeindruckende Show abgezogen haben. Vor allem hats nur 30 Dollar für Studenten gekostet. Fotos durfte ich während der Show leider keine machen (verboten). Dafür aber hinterher, wie man hier sieht. Meine güte war der Blue-Man-Typ verschwitzt....

Dann gings auch schon auf den Heimweg, 6 Stunden fahrt... keine Zwischenfälle

Montag, 15. Oktober 2007

Chicago, Zweiter Tag


Leider war am Samstag auch wieder mal frühes Aufstehen angesagt, weil: Chicago. Also sind wir mit public transportation in die City gefahren. (hatte vorher in den USA noch keinen Zug gesehen, aber sowas gibts in den USA also auch!) Auf jeden Fall haben wir uns zwischen den Hochhäusern irgendwann blasen gelaufen, also haben wir uns dann gesagt: Wie wärs mit einer Bootstour. Gesagt getan. Die Informationsdichte war ziemlich hoch, aber kurz zusammengefasst lässt sich sagen: Chicago war früher mal ein Swamp, dann haben sie angefangen Hochhäuser zu bauen. Nachdem ich dann jedes Gebäude mindestens einmal fotografiert hab, sind wir dann auf den Sears Tower (höchstes Gebäude in Nordamerika) in den 103. Stock gefahren und haben die Aussicht genossen. Ach ja, wir haben den Fahrstuhl genommen, hat zwar mehr gekostet als die Treppe, dafür haben wir uns einige Kalorien gespart. Oben angekommen ist uns aufgefallen: alle superhohen Gebäude sind auf einmal garnicht mehr so riesig.



Anschließend war Abendessen angesagt: Pizza. Diesmal aber kein fast-food sondern direkt mal original Pizza aus Chicago, angeblich supertoll und unique. Weil wir aber scheinbar nicht die einzigsten waren, diesen "Geheimtipp" aus dem MarcoPolo-Reiseführer hatten, mussten wir 2 Stunden (!) auf einen Tisch warten, und dann nochmal 30 min aufs Essen. Ultra-Slow-Food sozusagen. Und zwar SOWAS von slow, dass ich ab sofort den Rest meines Aufenthalts wieder fast-food essen muss, um diesen Slowheitsgrad auszugeleichen. Dafür war man dann aber nach 2 Stücken satt. Das war aber auch besser so, die Pizza hat nämlich 24 Dollar gekostet. (mehr als ein Übernachtungsäquivalent).

Anschließend gings mit vollem Bauch weiter ins Hard Rock Café und in den Excalibur Club bis ca. 4.00 lokaler Zeit. Gab aber nichts spannendes ;-) Höhepunkt des abends war anschließend die Taxifahrt back-to-the Hotel: 6 Personen plus Taxifahrer. Zum Glück wars kein Opel Tigra, sondern immerhin ein normales Auto. Wie man sich das bildich vorstellen muss? Wir haben unseren Siztplatzverteilungsspielraum in die Dritte Dimension angehoben, und zwar so:

Chicago at Night


YO, obwohl ich jetzt erst ganz aktuell mein Namensschild bekommen habe und damit die Arbeitsmotivation im absoluten Hoch war, mussten wir um 16.00 Uhr am Freitag den Hammer fallen lassen, um nach Chicago zu fahren. ETA war 6 Stunden, also haben alle im Auto erstmal pennen wollen. Ich hab anfangs noch große Töne gespuckt: ICH schlaf net auf der Fahrt, ich will was von der Landschaft sehen. Leider war die zeitliche Änderung selbiger (=1. Ableitung) ungefähr limes gegen Null, so dass ich nach 10 min auch nicht mehr wachbleiben konnte.... Nach einem McDonalds Zwischenstop und dem Genuss von Coladosen auf der Rücksitzbank waren wir dann auch schon da: Wir checkten ein im Hilton Hotel. Das Zimmer war superluxuriös: wir hatten 2 Fernseher, eine Playstation und auch sonst alles was man von einem Premium-Segment-Hotel so erwartet. Ich hab natürlich das Wochenende auf nem Sessel gepennt und hab aufs Frühstück verzichtet, deshalb hab ich mit der Tobi-Gang vereinbart nur 20 Dollar pro Nacht als "illegaler Hotelgast" für 2 Übernachtungen zu bezahlen. Der Sessel war halbwegs bequem und Frühstück hält nur vom Schlafen ab ;-) Dann gings natuerlich nochmal in die Stadt hinaus. Parken in Chicago: 20 Dollar (verdammt, 1 Übernachtungsäquivalent!) Unser Parkhaus war dafür ziemlich gepimpt und wir mussten nur den Schlüssel abgeben und nichtmal selbst einparken. Sind dann natürlich erstmal ne Weile durch die Stadt geschlappt und haben das Ambiente genossen: Alle Gebäude sind super beleuchtet und es ist mit einer Deutschen Großstadt einfach nicht zu vergleichen. Der Stromverbrauch muss ENORM sein :-)

Dann sind wir noch in eine Kneipe, haben wie immer per Zufall irgendwelche Leute getroffen, diesmal ausnahmsweise keine deutschen, sondern Leute aus Polen. Hat uns direkt alle gefreut. Ich alleine hab mich dann über die Preise gefreut: Cola war für UMME. Wusste ich vorher aber nicht, sonst hätte ich mir 10 bestellt....

Das Bild ist übrigens ausnahmsweise mal passend die Leute vorzustellen: (von links) Ingrid Graf, keine Praktikantin sondern festangestellte bei ZF. Setzt unser Inhouse Bank Projekt um. Dann: Philipp: Frisch 27 geworden. Hat sich mindestens so gut gehalten wie ich: Neuer Maschinenbaupraktikant unten bei den Young Mechanics. Mitte: Ich: Neuer Praktikant im Controlling. Rechts hinten im roten Hemd: Christian: Auch relativ neuer Praktikant: Macht irgendwas mit technischen Zeichnungen und so. Dann ganz rechts: Tobias Schneider: Projekte bei ZF: Partys organisieren, nebenher: Purchasing

Philipps Geburstag

Philipp, (<-- Merkt euch, wie man das schreibt) hatte Geburtstag. Kommt ab und zu mal vor. Ungefähr einmal pro Jahr, pro Person. Also haben wir versucht ne Party zu geben, war aber garnicht so leicht, weil er mit der Belegschaft und den Young Mechanics bowlen gegangen ist. Also haben wir daheim gewartet, bis er nach Hause gekommen ist. Dann gabs Kuchen, Chips, Cola und Pizza, die Ultimative Fastfood-Combo. Der Gag des abends war allerdings der Kuchen selbst: Nick hatte extra im Supermarkt einen Kuchen anfertigen lassen, auf dem "happy birthday philipp" stehen sollte. Da aber bei ZF jeder seinen Namen immer falsch schreibt, war der Plan von Nick, dass auf dem Kuchen stehen soll: "happy birthday Phillipp", wobei ein l, das zuviel ist, durchgestrichen werden soll. Im Supermarkt gabs aber nur Analphabeten, auch die Abgabe mit einem ZETTEL, auf dem geschrieben stand, was draufstehen sollte, hat nicht gewirkt. Am Ende stand drauf: "happy birthday phillip" mit BEIDEN Ls durchgestrichen. Mehr hätten man nun echt nicht falsch machen können ;-)) Achso: Die Party war super nett, aber weil wir am nächsten Tag nach Chicago sind, sind wir um 12 alle heim.