Samstag, 15. Dezember 2007

Detroit und Schranz

Freitag abend, das Wochenende beginnt. Es war Schlittschuhlaufen angesagt. Leider keine Zwischenfälle wie Gesichtsbremsen und Steißbeinbrüche... Selbst für den bösen Boschler Sebastian gabs keine Eishockey-Haue: Er hat versprochen uns das nächste mal wieder einzuladen. ;-)

Hab zwar allen Leuten erklärt, dass es auf die Schlittschuhfarhzeit bezogen billiger wird, je länger man fährt; hat aber keinen interessiert, die haben doch alle gnadenlos gelabert. So als sähen sie sich nicht eh die ganze Zeit daheim und auf der Arbeit....

Nachher sind wir dann nach Detroit gefahren. Bei Nacht. Mann sind wir mutig. Leider gabs keine Schießerei sonst hätte ich mal wieder ein paar action Fotos zeigen können. Ziel war ein unbekannter Technoschuppen, der ziemlich abgehen soll. Ehm ja, abgegangen ist dort natürlich dann auch einiges, wir haben erstmal für umme Billiard gespielt. Der Tisch war zwar nicht so der Bringer, aber wenn man weiß bei welchen Löchern es den Tisch entlang bergab geht, wars kein Problem zu gewinnen. Im Hinterzimmer wurde übelster Schranz gespielt, der Reini hätte sich echt gefreut. (Wegen dem Schranz). Auch hats dort sowas von übel nach Gras gestunken....Mit permanentem Bong-Kicken kriegt man keine so krasse THC-Atmosphärendichte hin! Muss echt goiles Zeug gewesen sein vom Geruch her..... aber bin da ja nicht so der Experte.... Die Mädels waren auch alle ziemlich fertig, alle offene Pupillen bzw. geschlossene Augen. Kamen gleich bei uns an (vom charismatischen Philipp angelockt) und wollten uns mit deutschen Wörtern beeindrucken.. Fehlanzeige, wir kannten schon alle ,-) Und nach wie vor sind die blonden Mädels in den USA einfach noch blonder als sonstwo in der Welt. Der Hammer war, als wir nach dem Namen gefragt haben kam raus: BARBIE! Mann ey, mehr Klischees pack nichtmal mehr ich.....

Die andre Blondine hier aufm Bild war die Sarah, macht uns aber nix ;-) Und mann, hab ich 2 Bier (Desperados) getrunken und hab im Auto auf der Heimfahrt nur NOCH mehr gelabert als ohnehin schon. Naja da sieht mans halt wieder einfach: Finger weg vom Alkohol, trinken geht auch mit 4 Fingern

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Weihnachtsessen beim Boss

Gestern war ich und der Nick zum Weihnachtsessen beim Scheff vom Nick eingeladen. War ne echt super Sache, ging um 20.00 los, so konnten wir also direkt von der Arbeit aus hin. Das Haus war wunderschön von seiner Frau geschmückt und das Essen war das beste, was ich während des gesamten Aufenthalts gegessen habe. Natürlich war das Essen mit dem Oberbigbig Boss Julio auch net verkehrt, aber das Bessere ist der Feind des Guten ;-) Der Nick hat echt was verpasst, er ging nicht mit, hatte aber auch nen guten Grund: Hat seine Freundin (die Sarah) vom Flughafen abgeholt. Hat sich auf dem Heimweg wohl auch direkt so gefreut, dass er erstmal von der lokalen Polizeistreife mit Discoblauundrotlicht wegen überhöhter Geschwindigkeit angehalten wurde. 15 Meilen zu schnell war er! Garnicht mal so wenig für die Amis, die bei Temposündern kein Pardon kennen. Zum Glück hat er den "ich bin deutscher-is this not the autobahn" Trick angewendet und durfte ohne Ticket heimfahren ;-). Seine Freundin ist auch ne ganz liebe, auch eher der ruhige Typ, passt also voll und ganz zum Nick :-) Geduldig ist sie vom ersten Eindruck her auch: De Nick, der versprochen hat: "Wenn die Sarah da ist, geh ich früher von der Arbeit heim", war aber nix: Er hat heute direkt mal kurz vor 21.00 Uhr bleiben müssen!! Zum Glück bin ich mit der Chris Gang heimgefahren!, war schliesslich gestern und vorgestern auch schon bis um acht auf de Arbeit.

Obwohl die Boschler sonst ja immer ganz nett sind, HEUTE muss ich indes mal direkt die Ablästerkarte ziehen! ;-) Laden scheinbar zu ihren Parties (z.B. heute abend Fifth) nur noch bestimmte Personen mit speziellen (nicht näher definierten) Bonuseigenschaften ein... Nichtmal zum Bratwurstessen haben sie uns mehr gefragt ;-) Der Chris will aus Rache den Sebastian direkt mal zum Schlittschuhlaufen einladen und seinen Eishockey Skill auspacken, ich versuche mich indess als seriöser Pazifist etwas kreativer an dieses Problem heranzutasten... Ähnlich der "Sippenhaft" müssen zwar dafür jetzt die falschen Boschler herhalten, aber was solls: Ich zeig allen hier im Blog ein Bild, wie die armen äh bösen Boschler zum Flughafen nach Miami gefahren sind: Mit dem Sevenseater und jeder nem Koffer auf dem Schoß! Voller gings echt nimmer! Das erinnert mich an "Wetten Dass?" mit der Kategorie "Wieviele Leute gehen in einen Trabbi?"



Das Grinsen ist mal echt gefaked.

Sonntag, 9. Dezember 2007

Neue Bügeltechnik

Mann! De Chris! Hat die "american-style-Hemden-Bügeltechnik" eingeführt! Man lässt das heiße Wasser der Dusche 4 Stunden laufen (bis der Boiler leer ist) und hängt derweil die Hemden ins Bad. Der warme Dampf soll dann gut gegen Falten sein. Muss ich meiner Oma mal empfehlen! Der Wirkungsgrad der Methode in der Einheit "Entfernte Falten pro Liter äh Gallone Wasser" lässt natürlich zu wünschen übrig, aber Chris hat das Prinzip "Wasser-und Strom-Flatrate" auf seiner Seite. Und ich hab im Kindergarten noch gelernt, dass ein tropfender (!) Wasserhahn böse böse ist, weil Wasserverschwendung und so. Aber ob diese Bügeltechnik für ausreichend Eva-Good-Standing-Punkte gut ist.....? Ich glaub in den USA ist die kosmische Strahlung bestehend aus starker Gammastrahlung, Tachyonen, Myonen und nicht zu vergessen, den noch unentdeckten "Albionen" einfach stärker, da wird sogar der normale Chris einfach irgendwann crazy. Aber, es kann ja nicht jeder so total normal sein wie ich. ;-)

Truthahn

Truthahn ist ja eigentlich was für Thanksgiving. Wir waren zu dem Zeitpunkt aber in Toronto und mussten das natürlich irgendwann anders nachholen. "Irgendwann anders" wann dann eben mal heute und die Young Mechanics kennen sich nicht nur mit Autos aus, sondern auch mit Truthähnen, so dass wir sie kurzerhand zu unseren Masterköchen ernannt haben. Ich war da dann eher der Spezialist, wenns um Essen geht! Dazu aber erst später, das Ding musste natürlich vorher 6 Stunden lang (unter intensiver Betreuung) im Ofen schmoren, deshalb gabs mittags um vier erstmal wieder Adventskaffee. Ich wollte ja mein Kartenspiel auspacken, mir den Bang Bus krallen und die anderen so richtig abzocken, aber die wollten statt dessen lieber Simpsons gucken. Deshalb hab ich (natürlich nur aus reiner Böswilligkeit heraus) lieber den Mädels beim Plätzchen-backen geholfen. Im Würstchenkneten bin ich zwar noch nicht der Master, aber im Bestäuben wirds dafür schon langsam. (Mit Puderzucker versteht sich). Die Eva konnte sich sogar auf einmal für Dr. Pepper (die Cola mit 200% Kaloriengehalt) begeistern. Natürlich nicht wegen der "nutrition facts", aber wegen der Ersatzusability als Nudelholz:

Fertig geworden sind wir nicht ganz, wir mussten alles mit zum Christian schippern und dort fertig machen, weil: Nach ca 6 Stunden im amerikanischen Hochofen war der Truthahn schon so langsam fertig. Und mit dem Chris (Reizbarkeitsstufe 4) wollten wirs uns nicht unnötig verscherzen. Zum Glück wurden wir auf dem Weg dorthin nicht von der Polizei angehalten, als ich mit ner Schüssel von weißem Pulver auf dem Schoß rumgefahren wurde. "We have no firearms" hätten wir denen vielleicht noch verkaufen können, aber "Das ist nur äh Zucker" hätten sie MIR bestimmt nicht abenommen. Und auf "Warnschuss in den Kopf" war mir auch gerade nicht zu mute. Achso, der Truthahn war dann natürlich spitzenklasse, die Young Mechanics haben den vollen Kochskill ausgepackt! Da ich den ganzen Tag nix gegessen hatte (außer Chips, Cola und ein paar Krümelchen Plätzchenteig) habe ich beim Anblick des leckeren Truthahns sofort nach dem Motto: "Oh du fette Weihnachtsgans, du hast so schöne Beine" angefangen zu schwärmen. Habe sogar die hübschen Mädels neben mir für einen kurzen Moment vergessen, aber dem Chris hoffentlich nicht übermäßig viel auf den Teppich gesabbert:


Obwohl mir "Übertreiben" natürlich völlig fremd liegt, habe ich trotzdem leider meinen Tagesbedarf von 2000 Kalorien in weniger als 5 Minuten zu mir genommen, so dass die Körpertemperatur nach dem Essen sofort um ca. 2 Grad angestiegen ist. Also musste ich wieder ne Weile beim Chris aufm Sofa rumgämmeln. Und zum Verdauen erstmal noch nen Liter Cola trinken.

Wieder Boogy Fever

Ja, Samstag abend, der German Gang gehen zwar so langsam die Ideen aus (schon wieder Boogy Fever....), aber der Gepimptheitsgrad der Party bleibt ja derselbe, deshalb: Als hin!!! Diesmal hatte ich 1000 Dollar cash dabei, hätte also auch theoretisch für die gepimpten Superbarbies gereicht! Leider musste ich schon 7 Dollar eintritt berappen, so dass das Freizeitbudget schon am 8. des Monats fast am Limit war! Der Altersschnitt (Arithmetisches mittel) war diesmal NOCH höher als sonst! Der Median liefert aber in diesem Fall bessere Ergebnisse, da einige Ausreiser vorhanden waren:


Zum Glück waren wenigstens die Mädels jung und frisch:

Aber der German-Gang-Stimmungslevel war trotzdem ungebrochen. Der Jürgen hat Drogen genommen, die sind noch garnicht erfunden worden, so abgegangen ist der! Sogar die Mädels haben sich versteckt ;-) Der Tim hat neben Niere und Milz auch noch ein mutiertes Organ, dass für extragute Stimmungshormone sorgt. Und auch der Sebastian muss zu Hause schon ordentlich vorgeglüht haben. Einfach unbeschreiblich, aber eine Kostprobe:

Frankenmuth

In den USA nix neues: Das Wochenende bleibt stressig. Trotz Windsor-Party am gestrigen Tag sind wir heute früh raus (10 Uhr), um ehm shoppen zu fahren: Birch Run hieß das Outlet Center diesmal. Obwohl Shopping natürlich als "Party für Mädels" deklariert ist, durfte ich trotzdem mit. Hab dafür aber auch keine gepimptheitspunkte gesammelt: Ich habe nämlich genau 0 Dollar ausgegeben. Der Christian war natürlich wegen diverser Treffpunktverspätungen ab und an etwas gereizt.... Aber völlig zu unrecht: Die "echten" Mädels (also ich nicht) mussten ihr Shopping-Budget optimieren. Es gab nämlich wieder die US-typische Aktion: Buy one for 18 $ or two for 20 $, Ingrid hatte schon zwei, Eva wollte aber drei! Auch meine genialen Tipps "Ich würde das da weglassen" haben nicht weitergeholfen. Statt dessen wurde mit der Ingrid abgesprochen noch eins mehr zu kaufen, dass beide zusammen dann sechs hatten. Klingt zwar kompliziert, aber am Ende haben alle gewonnen, bis auf den Chris, der draußen im T-Shirt warten musste. Selbst zwei Zigaretten konnten nicht mehr helfen ;-)


Dann gings endlich mal in einen Laden, der mir ganz gut gefallen hat: Mc Donalds. Nach den üblichen 2 Doublecheesburgern und ner kleinen Pommes für 3 Dollar haben wir uns ne Weile in die VIP-lounge gehockt: Lagerfeuer und Plasmafernseher. Und gehockt hat man auf supertollen Kaptain-Kirk Stühlen! Wer braucht da noch Klamottengeschäfte!! Echt jetzt!

Weiter gings dann nach Frankenmuth. Das klingt nicht nur etwas deutsch, das IST orginal deutsch... nachgebaut. Alle Gebäude dort sind total auf kitschig-bavarian-Style getrimmt und sie haben teilweise sogar echte STEINE von außen auf die Holzhäuser geklebt. Also nicht mehr die üblichen Holzhäuser, die aus Holz sind, außen aber mit Plasik verkleidet, das aussiehen soll wie Holz. Sogar deutsche Straßenschilder hatten sie dort, die auch mit KILOMETER-Angaben versehen waren! Dort sind wir natürlich erstmal in den kitschigsten Weihnachtsladen auf der ganzen Welt gegangen. Achso, der größte Weihnachtsladen der Welt wars auch. Die bunten Lichter haben mir ganz gut gefallen, tolle Krippenszenen waren überall aufgebaut und etwas weihnachtliche Stimmung kam natürlich auf. Die war dann natürlich sofort dahin, als ich an den Stand mit den Christbaumkugeln gekommen bin: Die Amis.... Haben sie doch glatt PANZER als Christbaumkugelersatz verkauft:

Romantisch romantisch, muss ich schon sagen! Kampfhelikopter und Handgranaten gabs aber nicht.

Dann sind wir noch ne Weile in der Innenstadt rumgeschlappt und haben uns die "orginal" deutschen Häuser mal angeschaut. Hab sogar ein paar Weihnachtslieder gesungen, aber weniger der Stimmung wegen sondern eher aus Kältegefühlen heraus. Im Bavarian Inn wollten wir dann eigentlich ein Hähnchen essen, das Ding war aber proppenvoll, so dass wir mindestens 90 min hätten warten müssen! Altor, wir gehen ja nicht in die USA um 90 min auf ein überteuertes Hähnchen zu warten! Da geh ich doch in Dürkheim zum Kochlöffel und warte nichtmal 2 Minuten! Also sind wir heimgefahren und haben uns gedacht: "Najo, Frankenmuth.... Im Oktober, wenns Octoberfest gibt, hätte man wenigstens einen saufen können!" Mit der Jokerkarte Christian wäre das auch fahrtechnisch kein Problem gewesen ;-)

Samstag, 8. Dezember 2007

Windsor

Wochenende in den USA: Nach einer anstrengenden Woche wurden genügend Leute überredet auf die vom Tim organisierte Party "Windsor" mitzukommen. Weil der Georg und der Martin vorher schon zuviel Wodka intus hatten, war leider kein Bang Bus mehr im Spiel. Natürlich war deshalb auch sofort die Frauenquote total dezimiert, immerhin war die Ingrid und die Anke noch dabei, sonst wärs mit der Reputation der German Gang echt den Bach runter gegangen.... Leider gings schon mit diversen Problemen los: Windsor ist in Kanada. Ingrid hat ihren Reisepass vergessen, aber aus reputation-technischen Gründen haben wir den natürlich noch abgeholt, damit sie auch mitkommen konnte. Schlimmer war das Problem an der Grenze. Zwar sind wir im 3er Convoy noch gemütlich als Gruppe bis dorthin gekommen, dann war natürlich aber erstmal ne Passkontrolle angesagt. Natürlich hatten wir nichts zu verbergen, (außer den Alkohol im Auto). Ich als Fahrer hab natürlich alle Fragen der Grenzbeamten wahrheitsgemäß beantwortet, das war aber aus act-minimierender Sicht total falsch. "Yes, we have been to Toronto 2 weeks ago" und "No, We have not received a stamp in our passport". Da ich obendrein noch angemerkt habe "No, we don´t have any firearms", wurden wir natürlich fuer eine Sonderbehandlung rausgewunken, um unsere Pässe bei der Einreise vorschriftsgemäß stempeln zu lassen. Die anderen zwei Autos haben natürlich nicht auf uns gewartet und keiner hatte für ein Handy am Start. Also haben wir angefangen im kleinen Örtchen Windsor versucht eine Gruppe Germans zu finden. Zum Glück haben wir erstmal am Mc Donalds gehalten und... ehm, war ja klar, dass die andern bereits dort geparkt haben :-) Zum Glück haben wir dann herausgefunden, dass man dort garnicht parken darf, sondern um ein uhr abgeschleppt wird. Die andern waren natürlich schon ewig in irgendeinem Club, jetzt mussten wir sie also finden, weil ehm... Wäre ein Spass geworden, wenn wir um 2 Uhr wieder gekommen wären und alle unsere Autos wären einfach fort gewesen!!

Achso, die Clubs waren garnicht so verkehrt: Freier Eintritt und drinnen kostenlose Cola. Da konnte man an einem abend sofort in 3 verschiedene. Und die Mädels waren alle weniger operiert als drüben bei "uns". Einen speziellen Massagesalon um die Ecke wurde aus kostentechnischen Gründen ebenfalls gecanceled:

Danach gings auch wieder heim, ich war in der "going-home-early-soft-egg-Gruppe", die schon um zwei daheim war. Die Chris Gang hat deshalb auch direkt mal 2 Gepimptheitspunkte mehr bekommen.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Weihnachtsessen bei ZF

Heute war bei ZF mal wieder ordentlich was los. Es gab das alljährliche Holiday Lunch. Soll sowas wie Weihnachtsessen sein. Wie der Name schon sagt, gibts da was zu futtern, weil Weihnachten ist. Und das beste ist: es ist für UMME. Man konnte auswählen zwischen Steak, Nudeln und Chicken. Was ich genommen hab ist geheim (Bitte nicht auf dem Namensschild unten spitzeln, das ist unfair!) Das ganze war auswärts, also sind wir gemütlich um 11:30 da hin gefahren und haben uns in einem supertollen Festsaal nen Platz gesucht. Am Tisch unserer "Abteilung" gabs noch genau 3 freie Plätze, leider haben wir uns nicht so richtig dort hingetraut, weil da schon der Dr. Franz Kleiner gehockt hat, das ist sowas wie der Big Oberboss vom Standort aka CFO (Chief Financial Officer). Also haben wir die Ingrid mal lieber alleine an den Big Boss Tisch setzten lassen und sind an den freien Nachbartisch, der noch völlig leer war.... Bis auf einmal der NOCH größere UltraBig Big Oberboss Deluxe vorbeigekommen ist, der President bzw. Bereichsleiter von komplett ZF Nordamerika (inkl. Mexiko) Julio Caspari und gefragt hat, ob er sich denn neben mich setzen darf. Der Christian hätte zwar jetzt bestimmt "Warte mal..... Nee!" gesagt, aber ich bin ja nicht der Chris, deshalb hab ichs ihm mal erlaubt. Foto hab ich mich aber nicht getraut zu machen, nur so ein kleines verstecktes, auf dem die Namensschilder zu erkennen sind:


Und naja... Mit american way of eating wars dann natürlich auch vorbei, hab sogar schön brav meinen Salat aufgegessen und ihm auch nicht ins Essen gespuckt. Leider war natürlich auch mein weißes Hemd nur notdürftig drübergebügelt, weil ich zwei Tage vorher zuviel Zeit damit aufbringen musste, mein GELBES Hemd zu bügeln, um bei der Eva Good-Standing-Punkte zu sammeln. Zwar sind ohne Frage die Eva Good-Standing Punkte natürlich wichtiger, als die Good-Standing Punkte vom Julio, so dass ich zumindest diesbezüglich keinen Fehler meinerseits einräumen musste *g Dennoch hätte es ein bischen weniger "Gelbes-Hemd-Bügeln" auch getan, weil der einzigste Konkurrent, der Christian, nämlich garnicht gebügelt hat!

Kartenspiel geht gut ab

Heute habe ich endlich auch mal die Anleitung zum Spiel fertig gestellt. Diese ist hier abrufbar:
http://docs.google.com/Doc?id=dcbh4n34_0fq4qpg

Deshalb musste der Nick auch heute auf der Arbeit mal auf mich warten!! Grund war äh, dass ich mein Kartenspiel drucken musste. Erstmal nur Schwarz-Weiß ums mal probezuspielen. Dazu bin ich dann erstmal zum Christian geschlappt. Der hat aber am Ende garnicht mitgespielt, sondern nach ner Stunde Regeln-Erklären haben gespielt: Ich, Eva, Philipp.



Es war echt ein hartes Spiel: Philipp hat sich gleich zu Beginn mal den Bang Bus gekrallt und hat ordentlich die Mädels abgeschleppt. Die waren dann natürlich sowas von stressig für ihn, dass er natürlich am Ende total aus der Puste war. Er musste schon in der zweiten Praktikumswoche durchgängig auf der Arbeit pennen! Ich habs erstmal low angehen lassen, hab mir das schrottigste aber billigste Auto (Chevy Aveo) geholt und hab mir erstmal ein paar Pappnasen wie mich und den Nick in die Gang geholt. (Mit meinem Auto konnte ichs leider echt vergessen überhaupt nur ans Mädels-Anrufen zu denken!) Die Eva hats hingegen gleich sehr schlau gemacht, hat direkt erstmal nur den Christian eingeladen, der sie dann überall (bis nach Las Vegas) fahren durfte. Gab schon so viele Punkte, dass sie garkeine Mädels gebraucht hat. Als wir dann ordentlich über die Mädels vom Philipp abgelästert haben, hat sich die Eva dann auch noch fieserweise mit dem Georg und Martin Bonus den Bang Bus zugelegt und wollte ordentlich Gas geben, ich hab natürlich erstmal ordentlich Praktikumsprojekte absolviert. Die Eva hat sich auch überschätzt gehabt: Hat zuwenig Zeit gehabt um auf der Arbeit richtig auszuschlafen und musste dann die eingeladenen Kumpels hocken lassen, um den Bang Bus behalten zu können. Ich hatte dummerweise zu stressige Freunde und musste auch andauernd pennen! In Runde 5 wars dann richtig eng: Eva ist der Bang Bus ausgefallen und sie konnte nicht auf die gepimpten Parties! Der Philipp musste dringend noch ein Internship Projekt absolvieren und hat geschafft bis zum umfallen. Ich hab nochmal ordentlich über die Freunde von der Eva abgelästert, aber am Ende hats doch nicht gereicht, sie hat knapp gewonnen! Philipp hatte zwar mehr Punkte, ist aber gefeuert worden, weil er zuviel auf de Arbeit gepennt hat und am Ende einfach kein Internship Project mehr anstand! Naja, die Eva hat einfach raus wie's im Praktikum läuft... Immerhin hab ich gestern beim Spielen gelernt: Auf de Bang Bus kommt es an!

Sonntag, 2. Dezember 2007

Winterspaziergang


Gestern ging mal nicht wirklich viel, es war nämlich Schneesturmwarnung. Sogar Doug Heffernan von King of Queens hat deshalb ziemlich doof geschaut. Und auch wirklich: Es gab sowas von tollen Schnee, dass wir nach einem ausgiebigen Spagettiessen einen romantischen Winterspaziergang zu zweit unternommen haben. Zu zweit ehm, das heißt "ich und der Nick". Personentechnisch wars deshalb (durch den mangeldnen Mädelsbonus) natürlich nicht so wirklich romantisch, sondern das war eher auf die Landschaft bezogen. Und SpazierGANG, naja das ist in dem Fall mal keine echte "Gäng", sondern bedeutet einfach nur "rumschlappen".

Wirklich weit gelaufen sind wir auch nicht: Zum Chris. Dort haben wir ihm erstmal mit Schneebällen an die Scheibe geschmissen, bis er gemerkt hat, dass wir da sind. Dort sind wir hoch zu ihm und haben ihn von seiner Monatsabrechnung abgehalten. Als geübter Beobachter habe ich dann sofort erkannt, dass er allein daheim ist, weil er laut Rammstein gehört hat. Eva und Philipp waren wohl trotz Unwetterwarnung auf dem ZF Konzert. Das gibt direkt 3 "Geisterfahrerüberholerpunkte". Danach sind wir auch wieder heim. Natürlich haben wir uns noch im Schnee verewigt (zumindest bis morgen, wenns wieder überschneit oder geschmolzen ist):

Eislaufen und Bowlen

Wer denkt, eine Party pro Abend sei genug..... Es geht auch mehr. Schliesslich muss man ja gepimptheitspunkte sammeln, indem man auf genügend Parties geht. Also waren wir Schlittschuhlaufen UND Bowlen an einem Tag. Immerin konnte ich bei ersterem schlimmere Aktionen wie "Gesichtsbremse" vermeiden. Der Chris war natürlich ziemlich geübt unterwegs, der Philipp und de Georg standen auch nicht gerade das erste mal auf dem Eis. Die Eva hätte bestimmt auch mit ihrer Graziösität eine Piruette hinbekommen, wollte uns Jungs aber nicht alleine auf dem äh Glatteis stehen lassen und ist dann "ganz normal" mit uns rumgefahrn.

Nach einigen Runden auf dem Eis wurde ich am Ende dann von nem coolen Typen angelabert, der mir erzählen wollte, wie kraftvoll doch mein Antritt ist und ob ich schonmal darüber nachgedacht habe, professionell Schlittschuhlaufen zu wollen. Das klang mir so ein bischen nach "Du kannst bestimmt Top-Modell werden, aber um das herauszufinden, musst du dich erst ausziehen". Als alter Skeptiker habe ich dann beim Nachfragen herausgefunden, dass er mir Unterrichtsstunden verkaufen will. Warum er ausgerechnet mich angelabert hat? Meine Interpretation lässt dazu zwei Möglichkeiten offen: a) Ich bin wirklich gut und er ist ein netter Kerl, der mich trainieren will (eher unwahrscheinlich) oder b) Bei mir war scheinbar das größte Schlittschuhlaufen-Verbesserungspotential vorhanden. Da aber in meinem neuen Kartenspiel Schlittschuhlaufen ohnehin als "Party für Mädels" geführt ist, habe ich das Angebot abgelehnt :) Also sind wir schnell zum Bowlen gegangen. Hatten wir zwar schonmal gemacht, aber wir haben schon mehr als 30 Parties hinter uns, da muss man eben wieder von vorne anfangen!




Eine skandalöse Sache war, dass es diesmal keine kostenlose Cola gab!!!! Das lag wohl daran, dass irgendein Goodwill gedöns war. Framington Hills war sogar im Fernsehen live auf Sendung, wegen diesem benefit Bowling. Gespendet wurde für eine Frau die ihr Haus wegen scam verlorgen hat. Was "scam" ist? Keine Ahnung, aber scheint schon was größerers zu sein, wenn man damit sein Haus verliert. Danach haben wir aber erstmal gebowled. Punktetechnisch hab ich diesmal echt abgelosed. Einmal nichtmal die 100 gepackt, einmal gerade 105. Das hat mich dazu gebracht ersteinmal meine Technik zu überdenken. Aber nach einigen Versuchen zwischen den eigenen Beinen durchzuwerfen habe ich eingesehen, dass es wohl einen Grund gibt, warum das kein Profi-Bowler so macht ;-)


Einmal hab ich dann doch nen Strike geworfen. Allerdings nur, indem ich volle Kanne gegen die "Sicherheitssperre" geworfen habe, weil ich nicht lange genug gewartet hatte, bis diese wieder oben ist. Zum Glück ist das Praktikum bald vorbei, da können die mich ruhig auf die "unerwünschte Gäste" Liste setzten.

Chris-Gang-Dämitsch

Also wer jetzt gedacht hat, ich sei der einzigste Process Owner für sämtliche auftrenden Dämitsch-Aktionen, der hat weit gefehlt. Pünktlich zum ersten richtigen Schnee ist der Chris-Gang die Heizung ausgefallen. Durch die amerikanische Bauweise ("Ist das Fenster auf oder zu? Oh nein, das zieht durch ja die Wand!") ist das garnicht mal so super. Bei einem Temperaturgradient von 30 Grad Celsius ist der average-Temperature-Loss bei mindestens 8 Grad pro Stunde. Der Chris hätte natürlich seine Expeditionsjacke anziehen können....aber wegen Philipp und Eva haben sie sich doch lieber mal beim Hausmeister beschwert. Die Kompetenz der Muirwood Jungs ist natürlich unschlagbar (wie wir bei unserer Waschmaschinenaktion selbst feststellen konnten). Als Chris gefragt hat, ob er denn schonmal ne Heizung repariert hat kam die lapidare Bemerkung "nene, aber learning by doing..." und zack, hat er sich erstmal nen Stromschlag geholt. Nachdem dann die Heizung immer noch nicht funktioniert hat, durften alle drei erstmal in ein anderes Appartment umziehen und haben (dank Eva-Mädelsbonus?) einen Essensgutschein von 100 Dollar bekommen (den sie leider nicht mit mir und Nick teilen konnten). Achso, besonders genial war auch die temporäre Lösung "Heizlüfter-Luftleitsystem-Mit-Stühlen"


Aber damit nicht genug. Die Chris Gang geht nicht nur die Heizung kaputt, sondern auch des Auto. Wegen zu niedrigem Luftdruck ist ihnen erstmal der Reifen geplatzt. Nix schlimmes, passiert den Amis hier andauernd.... Dank Chris-Super-Kompetenz konnten sie sogar direkt ohne irgendein ADAC-Äquivalent-Verein den Reifen wechseln und sind zurück zum Enterprise-Car-Dealer gegurkt:

Dabei waren sie mit dem Auto gerade so zufrieden: Winterreifen und auf der Gepimptheitsskala 2 Punkte höher als mit ihrem alten! Aber die Chris-Gang ist in Verhandlungskompetenz nicht zu unterschätzen. Nach dem Prinzip "Guter Bulle, Böser Bulle" haben sie die Strategie "Eva und Chris" gefahren. Auf die Frage "Hey guys, welches car wollt ihr haben" hat Chris hart vorgelegt und eine dicke Ami-Karre verlangt, weil man hier ja auch in Amerika ist. Eva hingegen hat gleichzeitig mit advancedem Mädelsbonus auf unübertroffenen (Viertürer-)Komfort gepocht. Und natürlich hat sich Eva durchgesetzt! Achso, Christian auch: Sie haben statt einem Pontiac G5 einfach einen Pontiac G6 mit vier Türen bekomen und sind nochmals auf der Gepimptheitsskala einen Zusatzpunkt aufgestiegen! So macht Auto-leasen wieder Spass... Verdammt, wenn ich daran denke, dass sie UNS bei unserer Dämitsch-Aktion einen ehm Chevy Aveo andrehen wollten....... (Mit Mädelsbonus -1...) Nächstes mal müssen wir einfach die Eva in unsre Gang holen, da führt einfach kein Weg dran vorbei... Oder natürlich Praktikum bei Bosch machen. Aber dann ist erste Variante doch besser, der Mädelsbonus hilft nämlich auch beim Free-Lunch-Gewinnen. Offiziell wird jeden Tag ein geloster Kantinenkonsument ausgewählt, aber nicht bei Eva, da reicht auch "einfach mal lieb Fragen".... :-) Mädelsbonus kanns aber diesmal nicht gewesen sein, der Dylan hat nämlich auch "gewonnen" (Oder wars doch der Mädelsbonus???)

Feueralarm


Mann, heute war auf der Arbeit (Probe-)Feueralarm. Das war vielleicht ne lockere Sache. Die Amis haben sich erstmal nen Kaffe mit rausgenommen, weil sie wussten, dass man da ne Weile draußen steht. Hab mich aber auch schon gewundert, warum wir die ganzen Tage vorher immer diesen Online-Trainigskurs über emergencygedöns machen mussten.... Zum Glück bin ich gut vorbereitet und kenne mittlerweile alle Fragen auswendig: hab den Online-Test schliesslich 7x gemacht, für 7 verschiedene Mitarbeiter. Meine Emergency-Test-Qualifikationen haben sich sogar bis zum Plant nach Mexico rumgesprochen, musste telefonisch die richtigen Antworten durchgeben ;-) Wenn ich in 3 Wochen mit dem Praktikum fertig bin, darf jetzt nur kein echtes Feuer ausbrechen. Achso: Die Übung war erfolgreich, jeder durfte sich 20 min draußen den Hintern abfrieren. Wenn das nächste mal ein echtes Feuer ausbrechen würde, wärs wenigstens schön warm.... Leider ist manuelles Nachhelfen illegal.

Kartenspiel ähm fertig

Wow, ein Kartenspiel in 5 Tagen. Net schlecht... Das versuch ich beim nächsten mal bei der Seminararbeit auch. Die Karten sind online unter http://picasaweb.google.com/mralbitoronto . Wer ein andres Foto oder ein andres Zitat haben will, bitte bis Montag mitteilen, sonst geht das so in den Druck ;-)

Dienstag, 27. November 2007

Kartenspiel in Planung

Da das Praktikum in den USA langsam zu Ende geht (nichtmal mehr 4 Wochen verbleiben mir), muss ich langsam schon meine Abschiedsplanung einleiten. Da mir der Superblondinenbonus natürlich aus genetischen Gründen nicht gegeben ist, muss ich mir was anderes ausdenken, um (auch wenn ich weg bin) noch einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und eine Art "Weihnachtsgeschenk" für die German-Gang vorzubereiten. Was kann es dazu schöneres geben als ein KARTENSPIEL! Um kurz die Idee zu Umreisen: Ziel des Spiels ist es ein Praktikum in den USA zu absolvieren. Gewonnen hat der Spieler, der auf der Gepimptheitsskala am höchsten steht. Wie im echten Leben auch gibts Gepimptheitspunkte für dicke Autos, viele Gang-Mitglieder und tolle Parties. Auch ist das ganze natürlich nicht so einfach, man muss ausgeruht sein, genügend Geld haben Mädels dürfen natürlich auch nicht fehlen, sonst ists mit dem gepimptheitsgrad gleich ganz vorbei! Und gefeuert werden darf man natürlich auch nicht.... Ich habe derweil schonmal eine Demo-Spielkarte vorbereitet:


Nur so zur Erläuterung (weil selbst die Amis von ZF die Begriffe net so richtig verstanden haben):
Persuasibility: ist ein Wert von 1-6, der angibt, wie leicht jemand überredbar ist auf eine Party mitzukommen. Ein hoher Wert bedeutet, er ist leicht zu überreden.

Stress Factor: ist ein Wert von 0-2 der angibt, wie anstrengend die Person ist. Im Spiel gibt dieser Wert an, wie oft sich der "Gang-Leader" während der Praktikumswoche ausgeruht haben muss.

Irascibility: Gibt die Reizbarkeit (=Jähzorn) der Person an. (Wert von 0-4) Ein hoher Wert bedeutet, dass die Person leicht reizbar ist und die Gang schnell verlässt.

Reputation: Ist der gute Ruf bzw. das Ansehen der Person. Je höher der Wert, desto besser ist es die Person in seiner Gang zu haben. Um unnötige persönliche Wertungen bzw. Diskussionen zu vermeiden haben einfach ALLE Jungs einen fixen Wert von 1, alle Mädels einen fixen Wert von 5.

Die genaue Umsetzung der Spielregeln sind noch äh in Bearbeitung und müssen auch erst noch getestet werden ;-)

Las Vegas Truppe vom Flughafen abgeholt

Mann, boah ey! Hab vorhin die Young Mechanics und de Nick vom Flughafen abgeholt. Ihren Erzählungen nach zu urteilen haben Sie auf der bisher gültigen "Total-Trip-Score-Liste" eine 108,2% geholt! 50 Dollar Eintritt für die Clubs, dort aber Klos mit Parfüm, 200-Dollar-Alkohol-Pro-Abend-Pro-Person und (noch teurere) VIP-Bitches ohne Ende. Aber, weil sie dafür mehr Cash geburned haben, als ZF North American Operations in den letzten 5 Jahren, wird ab sofort eine vektorielle Skalentransformation vorgenommen: Wir (die Toronto Truppe) sind dann eben auf der (soeben neu eingführten) "Total-Trip-Score-Per-Dollar-Liste" weiterhin vorne. De Kumpel von den Young Mechanics hätte mal lieber der Stripperin nicht die Kreditkarte geben sollen, aber mit zwei Brüsten im Gesicht ist das Geld schneller weg, als man bis äh zwei zählen kann.

Sonntag, 25. November 2007

Heimfahrt von Toronto

Heute wars mal richtig warm in Toronto, nur noch 0° C. Nach einem NOCH besseren Frühstück als sonst wollten wir dann eigentlich direkt mal ins Museum uns einen Kulturschock verpassen. Das Museum of Science ist so toll, dass man dort angeblich unbedingt gewesen sein MUSS, wenn man nach Toronto geht. Weil uns so ein gelaber natürlich nicht interessiert, unsere kulturelle Kompetenz eh weit im negativen Bereich liegt und weil das Wetter so schön "warm" war, wurde das Museum vollständig gecancelt. Wir haben aber beim Anschauen der "Sight-Seeing-Karte" dann eine völlig unbeschriftete "Farm" entdeckt. Da dazu auch im Reiseführer nix drinstand, sind wir da einfach spontan mal hingefahren. Und siehe da: Keine Touristen, es war einfach nur eine simple Farm, aber mitten in Toronto. Unglaublich. Sie hatten einen Esel, Kühe, ein paar Hühner und ein Klo. Also haben wir erstmal ein Gruppenfoto gemacht:

Anschließend wollten wir noch ans Meer fahren, das direkt irgendwo auf dem Heimweg liegt. Nur wo so genau.... naja das wussten wir dann auch nicht wirklich, also sind wir ca. ne Stunde in Kanada durch die Pampa geeiert.... Wir waren also in Kanadas unendlichen Weiten... Wir waren dort, wo noch nie ein Tourist zuvor gewesen ist. Dort sind wir in eine lokale Örtlichkeit eingekehrt (kein McDonalds auf 25 Meilen in Sicht gewesen...), um mal zu Fragen, wo man hier denn schön zum Meer kommt. Die Wirtin war erstmal total überrascht (um nicht zu sagen geschockt), dass wir auf dem Heimweg von Toronto ausgerechnet HIER gelandet waren. (Wir müssen uns derb verfahren haben?). Sie hat uns aber direkt mal "Peter" vom (sehr wichtigen) Dart-Spielen hergeholt. Weil: er sprach fließend Deutsch, weil er Deutsche Eltern aus Hamburg hat. (links hinten im Bild).

Mann, wusste garnicht, dass das Kommunikationsprotokoll "Deutsch" so ein weit verbreiteter Standard ist... Dann hatten wir von ihm auf deutsch schliesslich den ultimativen Strand-Tipp bekommen und sind direkt ein paar Häuser weitergefahren. Dort gings den abgesperrten Strand hinunter. Eine seltsame Kombination: Schnee und Strand..... Liegestühle konnte man sich aber irgendwie keine ausleihen. Auch sonst gabs wenig Touristen, Badehosenträger und ähnliche Leute. Wir waren in totaler Einsamkeit... zu siebt versteht sich.

Irgendwann kamen wir auf die Idee sinnlose Symbole in den Schnee zu malen wie äh Themenwechsel (siehe Fotoalben). Da wir dann aber als Ausländer auch nicht mehr ganz so negativ auffallen wollten (wie sonst immer), sind wir dazu übergegangen die klassische und neutrale Bezeichnung "German Gang" als Inschrift auf einem Hügel zu verewigen (zumindest bis der Schnee schmilzt). Ein Gruppenfoto war garnicht so einfach, ich hatte mit dem Selbstauslöser nur 10 Sekunden Zeit auf den Berg zu den andern zu rennen und hatte vorher wohl einfach zuviele Chickenfingers gegessen.... Aber der Wille zählt ;-) (immerhin bin ich gut anhand der roten Mütze zu erkennen)

Die Inschrift "German Gang" ist hoffentlich genauso gut zu erkennen. Anschließend gings leider auch schon den Rest-Weg nach Hause. Als zusammenfassende Gesamtbewertung haben wir einen echt tollen Trip gehabt. Im direkten Benchmark gegen die Boschguys auf der Total-Trip-Score-Liste haben wir mit 92,8% eindeutig am besten abgeschnitten. Die Boschguys haben natürlich mit dem Superblondinenbonus ordentlich Punkte vorgelegt und sind bei 84,7% gelandet, aber in der Gesamtbewertung waren wir vor allendingen deshalb um Längen vorne, weil wir mit den lieben Ingrid Mädels und der Eva nicht nur quantitative Sieger waren (4 Mädels >> 2 Mädels), sondern auch so viiiieel besser dran waren. (Stichwort EvaEva-Navigationssystem, Mütze, Feuerwerk, gute Stimmung...). Alle waren deshalb sehr traurig, dass sie morgen nach New York weiterfliegen... Also haben wir nochmal brav gewunken und haben den Panik-Knopf am Sevenseater gesucht. Gabs aber diesmal keinen....

Toronto City

Schon wieder musste die Toronto Truppe früh aufbrechen. Es war Sight-Seeing-Tour ala 0815 Terrorist äh Tourist angesagt. Die ppm Rate von den Niagarafalls musste auch nochmal getoppt werden. Vorerst war aber erstmal wieder Tussi-Faktor-leveln angesagt: Labello und Handcreme. Chris schätzt mich gerade (zu unrecht) auf Stufe 8 ein, aber auch nur, weil es bei ihm keinen Punktabzug für "Ohne-Mütze-und-ohne-Handschuhe-Rumlaufen" gibt. Nach einem Frühstückchen gings dann auch direkt zum CN-Tower, dem tollsten und größten Fernsehturm der Welt.

War dafür auch garnichtmal so billig: 22,86 Kanadische Dollar Eintritt. und 9 Dollar extra, wenn man in die VIP Lounge ganz oben fahren will. Aber mit uns kann mans ja machen... Immerhin hab ich ne Cola reingeschmuggelt, die der coole Sprengstoffsensor nicht erkannt hat. Dort drin gabs dann erstmal eine Art Museum, wir sind aber sofort auf den Turm hochgefahren, um die Aussicht zu genießen. Trotz schlechtem Wetter war die Sicht ganz gut, der Philipp hat sich auch kaputt gelacht, wie klein doch von oben alles ist.

Nach 100 weitern Fotos gings dann ein Stockwerk tiefer auf den Glasboden, der schon ziemlich gruselig war. Nicht allen Torontotruppenmitgliedern war das ganz geheuer. Wir sind auch erstmal zu Dritt so fest es ging drauf rumgehüpft. Wir mussten testen, ob der Glasboden auch nach deutschem TÜV-Standard qualitativ hochwertig gebaut wurde. Test bestanden, sonst hätte ich das hier auch nicht mehr geschrieben glaub ich. Danach haben wir aber erstmal soviel Sport gemacht, dass ich mich erstmal drauf hingelegt hab.

Anschließend gings oben raus ins Freie. Ohne Mütze und ohne Handschuhe war das echte eine "Geisterfahrerüberholer"-Aktion, trotzdem hat es keinen Tussi-Level-Abzug gegeben. Unten gabs dann Corn-Flakes und Footbälle für umme. Irgendein Kommerzgedöns mit Werbegeschenken... Gleich mal 3 mitgenommen... Weils draußen dann so warm war (für manche) gings dann am Pier etwas spazieren und wir haben eine Schifffahrt zur Insel gemacht. Die harten Jungs haben draußen aufm Deck erstmal eine oder zwei geraucht, ich hab drinnen bei den Mädels Corny-Riegel und Milkyway geschnorrt. (Tussi-Faktor Stufe 7...) Auf der Insel haben wir noch nen deutschen Physikstudenten getroffen, den wir 2 Tage vorher schon im Riesenpub kennengelernt haben. Wie der Typ hieß.... kein Plan, aber hauptsache Deutsche getroffen, Mann! Auf der Insel haben wir den Typen gleich mal wieder als Gruppenfotograph angeheuert (für umme...). Wir haben von der Insel aus schöne Fotos von der Skyline von Toronto gemacht:


Nach der Rückfahrt haben wir uns dann mal aufgetrennt: Die Mädels sind shoppen gegangen, ich und Christian sind zum Eishockey: Die berühmte Hall of Fame in Toronto. (gab zwar keinen Tussi-Faktor-Minuspunkt für mich, nur einen Pluspunkt für Philipp, weil er bei den Mädels mitgegangen ist.) Jeder, der so ein kleines bißchen Eishockey spielen kann und konnte, ist da ausgestellt. Wir haben uns dann auch selbst mal im Eishockeyschießen auf die Leinwand geübt. Die Pros sind wir noch nicht, aber wenn wir noch bischen üben kommen wir auch noch in diese Hall of Fame. Fotos zum Ausstellen hab ich deshalb jetzt schonmal geschossen:

Die lieben Mädels haben dann auch an mich gedacht und mir ne super modische Mütze gekauft. Sie konnten einfach nicht mit ansehen, dass mir nochmal die Ohren abfallen. Damit ging dann auch die Lichtershow "Cavalcade of Lights", bei dem alle Toronto-Gebäude direkt direkt ohne weiteres "Martin-The-Red-Ear-Reindeer" getue angeschaut werden konnten.

Auch war die Mütze sowas von porno, dass wir damit direkt mal in die Kneipe zum Billiard spielen und danach in nen cranken Alternativeschuppen gegangen sind. Der Türsteher hat mich aber nur ohne Mütze reingelassen.... komisch...

Vorm Club und im Club hat der Chrissi natürlich wieder nur die Mädels geärgert.

Zum Glück haben Sies nicht immer gemerkt... Sonst wäre er auf der Minuspunkteskala schon längst an mir vorbeigezogen ;-) Hier muss man sich echt anstrengen, um als operativer Blödsinnskomissioner nicht den Rang abgelaufen zu bekommen....


Niagara Falls

Winter in Kanada. Minus -6 C°, gefühlte Temperatur -10 C°. Doch die Toronto Truppe hat sich nicht unterkriegen lassen. Früh morgens um 9:30... äääh, nein, ich war zu lange im Bad (somit bin ich vorläufig auf "Tussi-Faktor" 5 gelevelt), deshalb gings erst 9:40 zum Frühstück und dann aber schnell los zu den Niagarafällen. Den Weg dahin haben wir super gefunden, unser TomTom äh EvaEva war zwar ab und an offline (geschlafen), hat aber ansonsten super navigiert. Nach gefühlten 10 min waren wir deshalb schon da, jeder hat geschlafen (bis auf den Fahrer natürlich). Dort angekommen haben wir gleich erstmal planerfüllungstechnisch einen Wasserfall gesucht. Ich als alter Naturbursche habe ihn natürlich sofort erkannt und die Toronto Truppe sofort per Eilmeldung und Zeigefingersignal darüber informiert.

Anschließend wurde jeder halbwegs durchschnittliche Japaner von mir mit einer ppm-Rate ("pictures per minute" rate) von 8,3 locker in den Schatten gestellt. Für ein Gruppenfoto blieb auch noch Zeit. Dass die Eva total im Schatten ist und die Ingrid den Ellenbogen im Hals hat, war keine böse Absicht. ;-)

Anschließend gings unmittelbar unter die Niagarafälle zum "Behind the Falls", hat zwar 12 Dollar gekostet, dafür gabs aber coole gelbe Raumanzüge für umme, die uns vor anfallender lokaler Feuchtigkeit schützen sollten. Ich hab meinen natürlich behalten, so dass ich für das nächste Halloween nicht nur mein Skelettonkostüm anziehen kann. Auch wenn ich wegen zu harscher Praktikumsbedingunen in den Streik gehen muss, kann ich das Teil bei Regenwetter gut gebrauchen.

Da uns anschließend minimal kalt wurde, mussten wir ein kleines Mittagsprogramm einlegen: Wir sind in eine der schönsten Städte Nordamerikas gefahren, "Niagara-at-the-lakes", für eine romantische Pferdekutschenfahrt, die ich vorgeschlagen hatte, wars den anderen zu kalt ;-) (wenns nicht zu kalt gewesen wäre, hätte ich es natürlich auch nicht vorgeschlagen). Nach einem obligatorischen McDonalds Zwischenstop gings zurück zu den Niagarafalls, die waren ab 17:30 ultimativ schön beleuchtet, alles hat im Sternenlicht geglitzert und der Vollmond war auch total romantisch. (mein neustes Lieblingswort... "Tussi-Faktor" jetzt schon bei 6...).

Anschließend wollten wir dann noch das tolle Feuerwerk sehen. War garnicht mal so einfach die richtige Zeit rauszufinden, wann das losgehen soll... Nach 5 unabhängigen Stichproben von Random-Personen, die Ahnung haben sollten, (Kartenverkäufern, Souveniershoptanten...) bekamen wir jedesmal eine verschiedene Antwort. Der Median und der Durchschnitt waren zufällig bei 21 Uhr und es stellte sich hinterher heraus dass es auch wirklich um 21 Uhr losgehen soll. Also haben wir uns nachts (bei weiteren Minusgraden) noch die schon weihnachtlich und ziemlich kitschig hergerichtete Stadt angeschaut. Und natürlich nochmal ne Weile die supertollen, beleuchteten Niagarafalls (und die ppm-rate von 8,3 aufrecht erhalten)

Anschließend sollte es ja zum Feuerwerk gehen. Trotz der sich einstellenden Soft-Egg-Tendenzen sowie der Verbreitung allgemeinen Unmuts "uns ist kalt, uns ist langweilig, wir sind müde", haben wir das Prinzip "Mehrheiten sind was für Politiker" eingeführt und sind noch ins Starbucks, ins HardRockCafé und ins Sheraton Hotel zum Aufwärmen gegangen. Dafür gabs am Ende doch das Feuerwerk und es hat sich am Ende doch noch gelohnt (hoffentlich nicht nur für mich): Es wurde ordentlich in die Luft geballert, man wusste garnicht, ob der "Rauch" nun vom Feuerwerk oder vom Wasserfall kam. Und für umme wars auch ;-)
Die "lieben Ingrid-Mädels" verdienen ihren Namen zurecht, die Eva ist auch lieb, obwohl sie gemeint hat, dass ich wie 19 ausseh. *g PS: Auf dem Bild siehts echt so aus, aber das muss einfach an meiner ausgewogenen Ernährung, meinem durchgeplanten Sportprogram und dem ernsten Lebensstil liegen:

Toronto Erster Tag


Thanksgiving in den USA...? Von wegen. Wir sind ab nach Toronto (Canada) in unserem nagelneuen Siebensitzerauto, das ich in harten Verhandlungen mit Enterprise erkämpft hatte. Wir? Das waren die "Ingrid Mädels", die "Chris-Gang" und ich. (For further details, cf. Orgachart). Alles war schon ziemlich winterlich, über Nacht hatte es geschneit und wir mussten uns warm anziehen. Philipp hat das Prinzip "Winter" aber noch nicht verstanden und ist lieber im T-Shirt angerückt. Entweder vor Freude oder Kälte (oder beidem) ist er erstmal im Kreis, dann im Dreieck gesprungen.

(Der hat mal kein Plan davon, das der Fahrtwind nochmal extra kühlt....). Einige Stunden später sind wir auch in Toronto angekommen, weil ich die Jugendherrberge ausgesucht hab, sind wir natürlich direkt mal im verruchten Rotlichtviertel gelandet, das Hostel hat aber gleich zwei Vorteile auf einmal: Man muss nicht so weit laufen. Zur Ubahn (nicht zum Rotlichviertel) mein ich... Und es war das billigste Hostel in ganz Toronto: 18 Dollar pro Übernachtung inkl. Internet und Frühstück und eigenem Badezimmer. Aus kulturellen Gründen konnten wir uns folgende Show leider nicht anschauen:

Wir sind ja nicht nach Kanda gefahren, um european Lap Dance anzuschauen... Wir sind dafür lieber bei gefühlten -20 Grad und gefühlten 12 Stunden in der Kälte rumgeschlappt. Jeder hatte zum Glück ne Mütze dabei...naja fast jeder.... Ich vertrat eher das Motto "kühlen Kopf bewahren!" und hatte am Ende so richtig rote Ohren. Sogar den Mädels (die diesmal in der Überzahl waren) haben die unglaubliche Auffassung vertreten "Die Frisur ist mir jetzt egal, ich zieh jetzt die Mütze auf". Und selbst ich hab irgendwann eingesehen: "Wir fahrn jetzt mit der U-Bahn, egal was es kostet!" Immerhin haben wir uns zum warmwerden ein kollektives Rumhüpfen geleistet:

Schliesslich sind wir in der ultimativen Kneipe gelandet. Nein, nicht irgendeiner Kneipe, es war scheinbar die größte Kneipe der Welt. Es gab Platz für ca. 500 Leute, es gab ca. 37 Fernseher, 18 Billiardtische und 3 (!) volle Stockwerke. Die brauchen ein echt gutes internes Controlling mit Kostenstellen, sonst ist der Laden nie zu überblicken!

Wen haben wir dort natürlich getroffen? Germans ohne Ende... Obwohl die Bierpreise ziemlich hoch waren. So jetzt sind wir aber erstmal heimgefahren und müssen jetzt schlafen, weil morgen gibts die Niagarafälle.